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Differentieller Stücklisten-Abgleich KA zu FA
(cd0501 → cd0505 → cd4027/cd4027_batch1)
1. Vorraussetzung
In der Kundenauftragsposition (KA) wird ein konfiguratorgeführter Artikel verwendet.
Das Fertigungskennzeichen ist gesetzt, so dass eine abhängige Fertigungsauftrags-Position (FA) generiert wurde.
2. Problemstellung
Die aufgelösten Fertigungsdaten in untergeordneten Stufen wurden geändert.
Neue Materialkomponenten wurden hinzugefügt oder Artikel entfernt.
Wenn nun im Kundenauftrag im Konfigurator eine Änderung vorgenommen wird, dann wird ggf.
über das Beziehungswissen (BZW) und Sachmerkmalskriterien eine neue seriennummerngeführte
Stückliste generiert.
Damit diese neu generierte Stückliste am obersten Baukasten eingearbeitet wird,
wird für die FA-Position eine Auflösung <über Stammdaten> durchgeführt.
Dabei gehen aber bereits durchgeführte Änderungen in den aufgelösten FA-Daten verloren.
Mit einem neuen Parameter in den Basisparametern soll hier Abhilfe geschaffen werden.
3. Erweiterung der Basisparameter Fertigung cd0015
Die Basisparameter der Fertigung wurden mit einem neuen Kennzeichen „Differentieller STL-Abgleich“ erweitert.
4. Wirkungsweise
Diese Funktion wird nur ausgeführt, wenn eine Konfigurator-Änderung in einer KA-Position durchgeführt wurde.
Beim Speichern wird die Fertigungsauflösung via „Stammdaten“ angetriggert.
Step 1:
Die „alte“ Seriennummnern-Stückliste wird in den Speicher geladen.
Step 2:
Es wird das Beziehungswissen ausgeführt und eine neue Seriennummnern-Stückliste generiert.
Step 3:
Die „neue“ Seriennummnern-Stückliste wird in den Speicher geladen.
Step 4:
Jetzt erfolgt der differentielle Abgleich am obersten Baukasten der FA-Position.
Alle Stücklistenpositionen werden mit den aufgelösten OP Material verglichen.
- Neue Stücklistenpositionen werden zur Neuanlage in die OP Material markiert.
- Nicht mehr in der Stückliste vorhandene OP Material werden mit einem Löschkennzeichen versehen.
- geänderte Mengen werden als Änderungen eingearbeitet
24.05.2022: Erweiterung des Basisparameters auf ALLE Baukästen:
Der differentielle Abgleich erfolgt nun auf allen Stufen, wenn sich der jeweilige Baukasten im Status=0 befindet.
Der oberste Baukasten (Pos2=0) kann auch angearbeitet sein und sich im Status=3 befinden.
Step 5:
Die eigentliche Fertigungsauflösung wird gestartet, allerdings jetzt im Modus „aufgelöste Daten“.
Dabei werden die Änderungen eingearbeitet und Löschungen durchgeführt.
→ Manuelle Änderungen an untergeordneten Baukästen bleiben somit erhalten.
Protokollierung:
Die durchgeführten Änderungen werden im Baukastentext des obersten Baukastens protokolliert.
Somit kann nachvollzogen werden, welche automatischen Änderungen durchgeführt wurden.
5. Ausnahmen
Scheinbaugruppen können leider (noch) nicht verarbeitet werden.
Scheinbaugruppen werden ab Programmstand 23.05.2022 mit berücksichtigt. [WK, 23.05.2022 - CDLH220072]
6. Zu Beachten
Wenn Änderungen im Konfigurator der KA-Position zu einer neuen Konf-ID führen (= Variante 1, Konfigurator-Version II),
dann werden bei der Übernahme der Konfiguratordaten von KA auf FA die Fertigungsfreigaben aufgehoben (cd0505).
Die Aufhebung der Freigabe (zurück in Status=0) erfolgt nur, wenn sich die gesamte FA-Position noch im Status=1 befindet,
d. h. es wurden noch keinerlei Produktionsrückmeldungen durchgeführt (Status=3).
NEU: Bei aktiviertem differentiellem Abgleich erfolgt KEINE Aufhebung der Freigabe mehr. [WK, 28.06.2022 - CDLH220072]
Wurde die FA-Position bereits erledigt (Status=5), dann führt die Konfiguratoränderung zu einer neuen FA-Position (Status=0).
Drucken neue Fertigungs-Papiere (FA-Status >= 1):
In der Kundenauftragsposition erfolgt KEINE Abfrage zum Drucken der Papiere. Die Papiere werden IMMER neu erzeugt (nur Konfigurator-Version II und Auswahl „2 - alle Baukästen“).
7. Workflow
Um z. B. die AV über durchgeführte FA-Änderungen zu informieren, wurde ein neuer Workflow-Trigger eingeführt:
Modul FERT - Programm cd4027 - Aktion 11: <Änderung durch differentiellen STL-Abgleich (Konfigurator)>
Hier kann eine Email oder eine interne Benachrichtigung konfiguriert werden.
